Informationen zur Betriebsrichtung

Die Betriebsrichtung, also die Richtung in welche Flugzeuge starten und aus welcher sie Landen, ist grundsätzlich abhängig von der vorherrschenden Windrichtung am Flughafen. Da durch ein "Fliegen gegen den Wind" sowohl bei Starts für mehr Auftrieb, als auch bei Landungen für zusätzliche Bremskraft sorgt, richtet die DFS den Flugverkehr hiernach aus.

Auf dieser Seite finden Sie nicht nur die aktuelle Betriebsrichtung, sondern auch weitere Informationen zur Festlegung.

Außerdem können Sie auf der Webseite des Umwelt- und Nachbarschaftshauses die Prognose der Betriebsrichtung für die kommenden Tage einsehen. Klicken Sie hierfür einfach auf untenstehendes Bild.

Betriebsrichtung/Bahnensystem

 

Um mit der vorhandenen Start- und Landebahnlänge sicher auszukommen, starten und landen Flugzeuge grundsätzlich gegen den Wind.

Je stärker der Gegenwind ist, desto kürzer ist die Beschleunigungs- oder Abbremsstrecke auf der Bahn. Rückenwind hingegen verlängert diese Strecken und wird ab einer bestimmten Stärke zum Sicherheitsrisiko.

Auf den drei Parallelbahnen finden deshalb in Abhängigkeit von der vorherrschenden Windrichtung und Windstärke Wechsel der Start- und Landerichtung, der sogenannten Betriebsrichtung (im Folgenden "BR" genannt), statt:

  • Wind aus Ost: "BR07" (entspr. 70° Kompasskurs) bzw. "Ostbetrieb", Flugrichtung von West nach Ost
  • Wind aus West: "BR25" (entspr. 250° Kompasskurs) bzw. "Westbetrieb", Flugrichtung von Ost nach West

Die Startbahn 18 (entsprechend 180° Kompasskurs) kann weitgehend unabhängig von der jeweiligen Betriebsrichtung des Parallelbahnsystems genutzt werden.

Überflogene Wohngebiete

in der Nähe des Flughafens

Kommt der Wind aus östlichen Richtungen, muss die für die Lenkung der Luftfahrzeuge zuständige Stelle, die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, den Flugbetrieb grundsätzlich von Westen nach Osten, in der so genannten Betriebsrichtung 07 anordnen. Die Betriebsrichtung 25 mit Flugbetrieb in Richtung Westen wird hingegen grundsätzlich bei Wind aus westlicher Richtung angeordnet.

Abhängig von der vorherrschenden Windrichtung und Windstärke finden Wechsel der Betriebsrichtung des Parallelbahnsystems statt.

Westlich des Flughafens befinden sich Wohngebiete, die vergleichsweise näher am Flughafen liegen als Wohngebiete im Osten des Flughafens. Damit ist der Westbetrieb das lärmärmere Betriebsrichtungsszenario am Frankfurter Flughafen.

Die alleinige Entscheidung über Flug- bzw. Betriebsrichtung obliegt der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS), die sich hierbei an klare Vorgaben hält. Für die Aufrechterhaltung eines sicheren und regelmäßigen Luftverkehrs muss der verantwortliche Schichtleiter der DFS auch die tatsächlichen Höhenwindverhältnisse sowie die kurz- und mittelfristige Wetterprognose des Deutschen Wetterdienstes am Frankfurter Flughafen berücksichtigen.

In Zeiten stabiler Wetterverhältnisse kann es passieren, dass eine Betriebsrichtung langanhaltend geflogen wird. Eine zeitweise Abweichung von den langjährigen Durchschnittswerten der Betriebsrichtungsverteilung (70% "Westbetrieb" und 30% "Ostbetrieb") ist daher möglich.

Damit allen anfliegenden Flugzeugen am Flughafen Frankfurt jederzeit eine sichere Landung gewährleistet werden kann, wird bei Rückenwind von mehr als 5 Knoten (ca. 9 Km/h) im Parallelbahnsystem die Betriebsrichtung gewechselt. Rückenwind verlängert sowohl die Start- als auch die Landestrecke auf der Bahn und wird ab einer bestimmten Stärke zum Sicherheitsrisiko.Der Westbetrieb wird in der Regel konsequent gehalten, bis die Rückenwindkomponente 5 Knoten erreicht wird.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass wegen der vorherrschenden meteorologischen Gegebenheiten dieser Region im langjährigen Durchschnitt in etwa 70 % der Zeit die Parallelbahnen in Ost-West-Richtung genutzt werden, also bei „25-Betrieb“. In 30 % der Zeit herrscht „07-Betrieb“. Es gibt sowohl Situationen, in denen über längere Zeiträume stabile Ost- oder Westwetter-Verhältnisse vorherrschen, als auch solche, bei denen die Betriebsrichtung mehrmals täglich gewechselt werden muss.